Fragen an die Wahlkandidaten von Rhede

Hallo Detlef,

komme gerade von Rhede, dort haben wir mit 4 Leuten die Wahlveranstaltung in der Einkaufszone für die Bürgermeisterwahl besucht. Wir hatten die Möglichkeit mit einem Landtagsabgeordneten der CDU, dem Bürgermeisterkandidaten der CDU und der SPD ein Gespräch zu führen.

Was haben wir erlebt? Eigentlich waren, bis auf den Bürgermeisterkandidaten der SPD, der frei zugegeben hat, daß die Stadt Rhede eine Firma ist, weil die Kreditaufnahme so besser möglich sei war seine Begründung, alle sehr überrascht, als wir sie auf die Souveränität der Deutschen ansprachen. Unsere Stichworte waren der Personalausweis, Staatsangehörigkeitsausweis, Firmeneinträge statt Ämter und Behörden.

 

Alle waren oder sind Rechtsanwälte, die bei der Frage nach der gültigen Verfassung spätestens dann still wurden, als wir sie auf Art. 146 GG ansprachen sowie auf die Firmeneinträge der BRiD und der Gemeinde bei UPIK. Das sie privat haften, als Hauptverantwortlicher der Gemeinde der sie einmal vorstehen wollen, hat zumindest den CDU Kandidaten sprachlos gemacht. Der Landtagsabgeordnete ist ein alter Sportkamerad einer unserer Leute und war (die Körpersprache hat es gezeigt) sehr überrascht und versprach nach Aushändigung des Flyer „Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“ von Matthias Klama erstellt, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und will dann Kontakt mit unserem Bekannten wiederaufnehmen.

Der Kandidat der SPD hatte wenig Zeit das Thema mit uns zu vertiefen, da seine Frau ihn wegrief, daß er jetzt nach Hause kommen sollte. Allerdings fanden sich um ihn herum einige Passanten, die uns lauthals auslachten und ein Gespräch mit uns ablehnten und ihn somit stärkten. Später stellte sich heraus, daß eine Dame eine Lehrerin und die andere eine Musiklehrerin sind. Ein Wahlhelfer, geschätzte 20 Jahre alt, bezeichnete uns als Spinner.

Der Kandidat der CDU stellte sich als Rechtsanwalt vor und gab uns zu verstehen, daß im Studium namhafte Rechtswissenschaftler davon nicht gelehrt hatten und unser Vortrag ihm abstrus erscheint. Auf die Nachfrage der Gründungsurkunde eines Staates sowie den Grund der Firmeneintragung der Stadt Rhede, machte ihn sprachlos und er fand darauf keine Antwort.

Alle Gespräche liefen in einem freundlichen Rahmen ab, es gab, bis auf den 20jährigen, keine Aggression, eher Verlegenheit.

Zwischendurch, wir mußten warten bis wir an die Reihe kamen, ging ich auf dem Wochenmarkt von Stand zu Stand und verteilte die Flyer mit der Frage, ob die Verkäufer auch alle eine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Bis auf ein Stand, nahmen alle den Flyer gerne an und versprachen fleißig im Internet zu recherchieren.

Ein Beschäftigter der Stadt Rhede, ein Wahlhelfer des CDU Kandidaten, hatte sich lange Zeit auf ein Gespräch eingelassen und nahm auch den Flyer mit dem Versprechen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Vorab hatte er jedoch als Zuhörer den Kopf geschüttelt, bis ihn scheinbar die Neugierde gepackt hatte, als er über die Verantwortung durch die Unterschrift unter seiner Briefpost hörte.

Als Fazit würde ich sagen, die Bürgermeisterkandidaten und Angestellten der Firma Stadt wissen nicht 100%ig was in Deutschland los ist. Das etwas im argen liegt schon, nur die Zusammenhänge werden verdrängt und auch nicht aufgearbeitet.

So sollten wir alle in unsere Gemeinden gehen und auf den Wahlveranstaltungen Fragen stellen. Die zukünftigen Bürgermeister sollen merken, daß nicht alle dumm und spinnet sind.

Das war´s und schönes Wochenende.

Bis dann

walter

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