6 Gedanken zu „Bruch der Treuhand“

  1. Interessanter Text. Darüber habe ich schon länger nachgedacht: Wie kann ich – bzw. muß ich überhaupt – das “Gelbe Schein”-Thema mit dem UCC-Thema verbinden. Denn genau dies tut der Autor dieses Schreibens.

    Der Verfasser des Briefes outet sich mit “natürliche Person gemäß staatl. BGB” im Briefkopf als “Gelber Schein”-Träger und beruft sich gleichzeitig auf die bekannten UCC-Ausstiegs-§§. Eine interessante Mischung aus verschiedenen Rechtskreisen, denen ich tendentiell eher ablehnend gegenüberstehe/-gegenüberstand.

    Schließlich gilt – nach BRD-Recht – für mich als nachgewiesener Deutscher mit EStA-Eintrag bei erworben durch: “(Ru)StAG, §4, Abs. 1” (oder so ähnlich), laut Art. 5, Abs. 1, letzter Satz, EGBGB “Ist die Person auch Deutscher, so geht diese Rechtsstellung vor.”

    Dies in Verbindung mit Art. 6 EGBGB “Eine Rechtsnorm eines anderen Staates ist nicht anzuwenden, wenn ihre Anwendung zu einem Ergebnis führt, das mit wesentlichen Grundsätzen des deutschen Rechts offensichtlich unvereinbar ist. …” sollte eigentlich ausreichen, mich vor dem UCC zu schützen.

    Meinetwegen ist es auch der Anspruch auf den, durch den -korrekt ausgefülten – Antrag auf Feststellung der Staatsangehörigkeit, nachgewiesene (und somit wieder im eigenen Zugriff befindliche) Familienname, der mich schützt, bzw. schützen sollte, wie der von mir sehr geschätzte User Erevis Cale sinngemäß meint, wenn ich ihn richtig verstanden haben sollte.

    Meine zentrale Frage, die ich hier zur Diskussion stellen möchte, lautet also: Muß ich als nachgewiesener Deutscher, bzw. ausgewiesener Träger eines Familiennamens mich überhaupt auf dieses Spiel einlassen? Wenn ja, unter welchen Umständen? Die 10 oder 12 Schlüsselvermutungen der BAR sowie die ganzen Annahmen des UCC sind auf mich doch gar nicht anwendbar, oder doch?

    Immerhin beruft sich der Autor auch auf das “UCC-1 Financing Statement”, welches in vielen Texten, die mir bisher so untergekommen sind, fehlt, aber eine zentrale und unverzichtbare Funktion zu haben scheint (frei nach Mary Croft et.al.).

    Was ich weiterhin nicht verstanden habe, ist, warum der Autor die Adressaten in der 2. Person plural (“Ihr”) anspricht, zugleich aber manche Sätze in der 3. Person plural (Höflichkeitsform “Sie”) dekliniert.

  2. Brief in der dritten Person:
    Die 3. Person erzeugt Distanz. Ein Text, der aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, vermittelt hingegen Nähe. Er wirkt persönlich und authentisch. Wenn Ihr Angebot also eng mit Ihrer Person verknüpft ist, sollten die Texte aus Ihrer Perspektive geschrieben sein – unabhängig davon, wer die der Schreiber ist und i.A. letztendlich gehandelt und getextet hat. 

    Haltet sie immer auf Armeslänge und beachtet die Regeln, sie streben immer an Euch, den Menschen also die natürliche Person, in das Vertragsrecht zu verleiten und
    sie wollen euch immer zum Treuhändler machen!

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