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TYPO3 Themes

Ich möchte mal an dieser Stelle etwas über TYPO3 Themes reflektieren…. der Möglichkeit, Fertige Themes in TYPO3 einzubinden, ähnlich wie bei WordPress oder Drupal.

Seit 2005 bin ich mit TYPO3 zu Gange und finde die Idee prickelnd, gewisse Standards in TYPO3 zu etablieren und somit Themes zu vereinfachen bzw. zu vereinheitlichen.

Ich habe mich früh mit einem Partner zusammen getan, wir hatten eine GbR und in dieser Zeit wurde das db_ttv entwickelt und auch von der GbR finanziert. Dieses Template hatte YAML als Grundlage. t3net hatte sich auch einen gewissen Namen gemacht.

Leider ging diese GbR den Bach runter. Ich konnte nicht mit einem Partner mit derlei Vergangenheit zusammen arbeiten und Kunden betreuen. Aus dem YAML Umfeld fand ich Ersatz. Anfangs ging die Zusammenarbeit dann auch reibungslos, es war im Gespräch, eine gemeinsame OHG zu bauen. Ich hatte dabei ein sehr ungutes Bauchgefühl, denn: aus diversen Gründen konnte dieser Programmierer nicht direkt mit mir eine Firma zusammen aufbauen. Seine Lebensgefährtin sollte als Strohfrau einspringen. Wir habem das Label if20 aufgebaut. Allerdings: if20 war eine Softwarebude mit genau 2 Augaben: Aufträge reinholen, Aufträge programmieren…. und nix davon wurde von der Strohfrau gemacht. Schliesslich trennte man sich wieder. Ich fand neue Mitstreiter.

In Berlin zum TYPO3 Camp wollte ich dann mit meinem neuen Mitstreiter TYAML und den FTM vorstellen. Ich war das erste mal auf einem Camp, kannte mich noch nicht aus. Meinen Vortrag hatte ich MONATE vor dem Camp eingereicht, null problemo.

2 Stunden vor dem Vortrag wurde ich dann angesprochen, mein Vortrag wurde gestrichen Angeblich hätte ich Rechte Dritter verletzt, genaueres wollte man mir nicht sagen. Nebenbei: bei diesem Camp hatte mein Mitstreiter das Kickerturnier gewonnen….

Es gab interessante Gespräche, auch mit C..craft, den Herstellern der Grid Elements für TYPO3

Dort wurde zwischenzeitlich ein Growdfunding ins Leben gerufen. Es wäre eine nette Gelegenheit, sich grösser in das Projekt einzubinden und TYAML von if-20 dort mit zu integrieren. Ich hatte also vor, einen grösserern Betrag dazu beizusteuern. Aber: wenn ich schon 4-stellige Summen nvestiere, dann möchte ich auch nicht wie Luft behandelt werden. Mails blieben allerdings grösstenteils unbeantwortet.

Zu meinem Erstaunen habe ich Partner 2 in dieser Truppe wiedergefunden. Nun, nur kurz vor knapp schaffte es die Themes Crowdfunding Truppe durch eine Eigenspendevon 2.000 Euro, überhaupt den Betrag von 12.000 Euro zu überspringen. Das ist meines erachtens nicht im Sinne des Erfinders einer solchen Aktion, anyway: es wäre nicht nötig gewesen, wenn man mal mit mir geredet hätte. Ich habe ja mit if20 eine ganz ordentliche Community aufgebaut, die hätte man mit einbringen können…. evtl. hätte ich das YAML Theme alleine finanziert etc…. diese Überlegungen schwebten schon in meinem Kopf.

 

more to come

Mailkonfiguration bei Mittwald für Thunderbird / Schlund

Vorweg sei gesagt: die Domaine wird über Schlund gehostet…

Ich habe  just ein Hosting nach Mittwald verschoben. Die Webseite http://knuepp-steinfurt.de lief sofort nach Umstellung des Nameservers.

Nun sollte der Kunde auch mailen dürfen.  Lt Mittwald müssen 2 zusätzliche MX Records erzeugt werden. Das habe ich bei Schlund getan. Diese mx1… und nx1… sind wohl notwendig.

Über das Roundcube Webinterface von Mittwald kann ich Mails senden und empfangen.

Der Thunderbird kommt auf den Server aber nicht drauf. Dabei ist die Konfiguration doch einfach: Ports, Mailserver, Kennwort und Benutzer müssen eingegeben werden. Eigentlich ganz einfach.

Da mir die Ideen ausgehen, poste ich das mal, samt Lösung, wenn ich sie denn dann mal habe.

 

Wohin geht die Reise, TYPO3?

Im Jahr 2004 bin ich mit TYPO3 in Berührung gekommen. Damals war es noch die Version 3.5 oder 3.8 … ich erinnere mich nicht mehr.

Es knirscht heftig im Gebälk der T3A (TYPO3 Association). Fing an mit der Idee,  ein weiteres CMS auf den Markt zu schmeissen …. welches vollkommen unbelastet ist: TYPO3 NEOS.

Jetzt nannte man es aber nicht NEOS, sondern gab ihm erst einmal die Versionsnr. 5. Nr. 5, der Phönix, soll also leben. Gut.

Nr. 4, also das eigentliche CMS, entwickelte sich auch weiter. Auch gut. Man kam dann wohl irgendwann zu der Erkenntnis: die Features wurden so reichhaltig, die Änderungen so gravierend, ein grösserer Versionssprung muss her.

Nr. 5 war weg, also musste die 6 herhalten. Wobei ja 5 moderner sein soll als 6. Kapiert kein Schwein, ist eine sehr erklärungsbedürftige Vorgehensweise.

Inzwischen heisst TYPO3 5 aber weder 5 noch Phönix, man gab ihm den Produktnamen NEOS. Weil alles neu ist. Und in der Tat, hat Neos mit dem alten CMS nahezu nix gemein.

Nun, im Dezember 2013 sollte TYPO3 6.2 LTS released werden. Eine lang ersehnte Distribution, verspricht doch der Zusatz LTS langjährigen Support bzgl. Patches etc. Eine Version, auf die man sich verlassen kann, auf die man bauen kann. Und die nicht released wurde. Im November 2013 wurde sehr kurzfristig bekannt gegeben: verschieben wir doch alles um 3 Monate. Ist ja auch nur so, dass alle möglichen Agenturen Projekte in den Dezember reingeschoben haben, um die mit der 6.2 LTS zu releasen.

Jetzt ist der 25. März avisiert.

Mitte Januar wurde entdeckt: kann nicht gehalten werden, wenn nicht noch über 40.000 Euro nach´geschossen werden.  Somit wurde quasi privat von einer Agentur die Seite http://workpackages.org/  hochgezogen. Erst mal nicht ersichtlich, was da so dahintersteckt und ob es was mit der typo3.org zu tun hat. Blitzschnell wurden über 50.000 Euro eingesammelt, um u.a. Workspaces etc zu realisieren. Und den Export von Seitenbäumen.

Nebenbei ist davon im Web die Rede, dass um die 500.000 Euro für NEOS abgezweigt wurden. Und natürlich Entwicklerkapazitäten.

Jetzt hat man also mit NEOS ein Produkt, welches erst in einigen Jahren einsatzbereit ist, und mit dem alten TYPO3 ein Produkt, das nicht mehr verlässlich ist.

Ich habe ja mit dem Projekt tyaml bzw. if-20.com auch eine kleine Community aufgebaut. Ich spreche viel mit Agenturen, Entwicklern etc.  Und ich sehe durchaus Abwanderungstendenzen hin zu anderen CMS Systemen. Viele wissen nicht mehr, woran sie sind.  Eine Strategie des Hakenschlagens passt nicht. Dauernd die Community um Spenden bitten, während man sich den Luxus zweier CMS Systeme leistet … passt auch nicht. Ständige Verschiebungen des Systems, welches das eigentliche Zugpferd darstellt …. Entwicklungen wie TemplaVoila oder Grid Elements gehören meiner Meinung nach nicht durch private Initiativen realisiert, sondern sollten bei TYPO3 Org liegen. Schon alleine, damit man die Sicherheit der Weiterentwicklung nach aussen hin vermittelt. TemplaVoila wird ja inzwischen nicht mehr weiter entwickelt, nachdem der letzte Maintainer das Handtuch geworfen hat.

Wo geht die Reise hin? Wird TYPO3 zunehmend kommerzialisiert? Wenn man die Kommentare bei diesem T3N Artikel liest, so ist es ernst. Und womöglich bald zu spät. Dann sind die Indianer weg und nur noch die Häuptlinge da.

Ich hoffe, das dies nicht eintreten wird und man für die Zukunft die richtigen Entscheidungen trifft.

TYPO3 Neos

Vor einiger Zeit starteten die Release Partys für TYPO3 NEOS. Ein TYPO3 neben dem TYPO3. Kann sich TYPO3 so eine Parallelentwicklung leisten?

Ich meine nein. TYPO3 ist in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum sehr verbreitet. Und eigentlich nur da.

Das Marketing-Drama begann schon vor Jahren. Neos aka Phoenix aka TYPO3 5.0 verbaute es den Release-Managern, das Original von der Version 4.7 auf die 5.0 zu hieven. Dieses Nümmerken war ja schon besetzt.

Also wurde die Nachfolgeversion kurzerhand 6.0 benannt. Die hatte aber nix mit der Version 5.x gemeinsam. Daraus wurde ja TYPO3 Neos.

Das soll nun einer verstehen, der nicht jeden Tag in den Tiefen von TYPO3 umherwandelt.

Anstatt nun bei diesen Menschen, die man durch die Versionierung verwirrt hat, ein Mindestmaß an Sicherheit zu erzeugen und das „alte“ TYPO3 zu neuen Ufern zu führen….. baut man eine Parallelwelt auf.

Was spräche dagegen, die durchaus sinnvollen Erweiterungen und Neuerungen in das „alte“ TYPO3 mit einfliessen zu lassen? Front-Editing, einen brauchbaren Update-Prozess (bei WordPress kann man sich einiges abschauen), etc pepe. Die Liste wäre zwar nicht endlos, aber mir würden viele Dinge einfallen, die man zentral planen und coden lassen könnte. Zum Wohle von Planbarkeit, Zuverlässigkeit und Nutzerfreundlichkeit.

TYPO3 NEOS ist nach vorsichtigen Schätzungen erst in 2-3 Jahren bereit für große Aufgaben. Die Aufgaben halt, weswegen man heute zu TYPO3 greift. Ansere CMS Systeme werden sich auch in dieser Zeit weiter entwickeln. Es wird spannend werden, ob die Parallelentwicklung von TYPO3 zu einem Vakuum führen wird. Denn es letztendlich keine Religion… es ist „nur“ ein Werkzeug.